Erdbeben-Frühwarnung für Venezuela. Kostenlos, ohne Werbung, ohne Sammeln persönlicher Daten. Läuft auf jedem Telefon.
Ein Beben sendet zwei Wellen. Die erste ist schnell, aber schwach. Die zweite ist langsam, aber zerstörerisch. Dazwischen liegen Sekunden – und in diese Sekunden passt eine Warnung.
Findet ein Erdbeben sehr nahe an deinem Standort statt – in der Regel innerhalb von etwa 60 Kilometern –, erreichen die Erdbebenwellen dich oft, bevor eine Warnung zugestellt werden kann.
Das liegt nicht an der Technik. Das Internet ist zwar schnell, doch die Entfernung ist in diesem Fall einfach zu gering.
Dein Telefon hilft, Beben in deiner Region zu erkennen.
In Venezuela gibt es nur wenige seismische Messstationen. Besonders im Osten des Landes gibt es große Gebiete ohne zuverlässige Überwachung. Wo nicht gemessen wird, kann auch keine Frühwarnung entstehen.
Ein landesweites Netz aus Messstationen aufzubauen kostet Jahre und Millionen. Android-Smartphones sind dagegen bereits überall vorhanden – und können schon heute dabei helfen, Erdbeben früher zu erkennen.
Jedes zusätzliche Gerät verbessert das Netzwerk. Dein Smartphone kann helfen, andere Menschen rechtzeitig zu warnen – und die Smartphones anderer können dich schützen.
Nein.
Der Bewegungssensor benötigt weder Zugriff auf Mikrofon noch auf Kamera oder persönliche Inhalte.
Bevor Messdaten übertragen werden, wird dein Standort auf etwa einen Kilometer gerundet. Zusätzlich erhält dein Gerät regelmäßig eine neue, zufällige Kennung. Dadurch kann weder deine Identität noch dein Wohnort bestimmt werden.
Nein.
Die Sensorüberwachung arbeitet äußerst stromsparend und bleibt die meiste Zeit inaktiv. Nur wenn eine mögliche Erschütterung erkannt wird, werden wenige Messdaten übertragen.
Die Funktion lässt sich jederzeit mit einem Fingertipp aktivieren oder deaktivieren.
Ja.
Ein einzelnes Smartphone bestätigt kein Erdbeben. Erst wenn viele Geräte dieselbe Erschütterung gleichzeitig registrieren, wird das Ereignis bestätigt.
Jedes Smartphone erhöht die Genauigkeit des Systems. Vielleicht ist genau dein Gerät das fehlende Puzzleteil, das eine rechtzeitige Warnung möglich macht.
Diese Funktion steht dauerhaft nur auf Android zur Verfügung.
Auf dem iPhone dürfen Bewegungssensoren aus technischen Gründen nur genutzt werden, solange die App geöffnet ist. Im Hintergrund ist eine kontinuierliche Erfassung nicht möglich.
Erdbeben halten sich jedoch nicht an Öffnungszeiten. Sie können nachts auftreten, während dein Smartphone gesperrt auf dem Nachttisch liegt.
Deshalb kann jedes zusätzliche Android-Gerät helfen, Leben zu schützen.
Eine Frühwarnung hilft in den Sekunden davor. Danach beginnt ein anderes Problem: Deine Familie weiß nicht, ob du lebst oder wo du dich befindest – und Anrufe kommen nicht durch, weil ganz Venezuela gleichzeitig wählt.
Mit einem Klick kannst du deine Kontakte informieren.
Sendet deinen genauen Standort an deine Kontakte
Beide Wege brauchen Internet. Bricht das Netz nach einem starken Beben ganz zusammen, kann keine Nachricht versendet werden! Dafür gibt es das lokale SOS-Signal: ein Piepton in Abständen und die Taschenlampe leuchtet - unabhängig vom Netz. Damit du gehört wirst, von denen die dich suchen.
Lieber erklären wir die Grenzen des Systems offen, als falsche Erwartungen zu wecken. Eine Erdbeben-Frühwarnung kann Leben retten – aber sie kann die Gesetze der Physik nicht überwinden.
Findet ein Erdbeben sehr nahe an deinem Standort statt – in der Regel innerhalb von etwa 60 Kilometern –, erreichen die Erdbebenwellen dich oft, bevor eine Warnung zugestellt werden kann.
Das liegt nicht an der Technik. Das Internet ist zwar schnell, doch die Entfernung ist in diesem Fall einfach zu gering.
Ein Erdbeben unmittelbar vor der Küste von La Guaira oder Caracas kann deshalb möglicherweise nicht früh genug erkannt werden, um noch eine Warnung auszulösen.
Diese Grenze gilt für jedes Erdbeben-Frühwarnsystem – unabhängig davon, wer es betreibt.
Bei Erdbeben, deren Epizentrum weiter entfernt liegt – zum Beispiel in Yaracuy, Falcón, Lara, Sucre oder anderen Regionen in mehr als etwa 60 Kilometern Entfernung –, kann das System wertvolle Sekunden gewinnen.
Je nach Entfernung können das 15 bis 60 Sekunden sein – genug Zeit, um aufzustehen, Abstand zu Fenstern zu gewinnen, Kinder in Sicherheit zu bringen oder Schutz zu suchen.
Dieser Dienst ist kein offizielles Warnsystem.
Er ergänzt die Informationen von FUNVISIS und dem venezolanischen Zivilschutz, ersetzt sie jedoch nicht. Die Warnungen basieren auf öffentlich verfügbaren Messdaten und sollen zusätzliche Sekunden verschaffen.
Folge im Ernstfall immer den Anweisungen der zuständigen Behörden.
Ich heiße Martin Börner. Ich bin Softwareentwickler aus Deutschland. Ich verkaufe Software für Zusatzalarmierungen an freiwillige Feuerwehren – Alarmsysteme, Notfall-Infrastruktur.
Im Juni 2026 erschütterten zwei Beben der Stärke 7 Venezuela. Ich sah ein Land mit hervorragenden Seismologen – und einer Bevölkerung ohne Warnsystem. Und ich sah, dass ich die Werkzeuge habe, diese Lücke zu schließen.
Ich verdiene nichts daran. Keine Werbung, kein Geschäftsmodell, kein Datenverkauf. Ich mache es, weil ich den Menschen in Venezuela helfen möchte – und weil fünfzehn Sekunden Vorwarnung mehr wert sind als alles, was ich dafür verlangen könnte.
Die Warnung nützt nur auf dem Gerät, das du bei dir trägst. Scanne den Code mit der Kamera deines Telefons, oder öffne dort sismos.it-boerner.de.